Ab dem 1. August 2024, mit der Umstellung auf unsere Winter 2024/25 Kollektion, werden wir auf die Aussage verzichten, dass unsere Produkte klimaneutral sind bzw. dass wir als Unternehmen, unsere Manufaktur oder unser Versand klimaneutral sind.
Mit unserer ambitionierten Klimastrategie fokussieren wir uns weiterhin auf die schrittweise Reduzierung unserer Treibhausgas-Emissionen mit wissenschaftsbasierten Klimazielen.
Wir haben alle uns zur Verfügung stehenden Kommunikationskanäle überprüft und die Aussage „klimaneutral“ entfernt.
Bitte prüft, ob in eurem Store noch entsprechendes altes POS-Material vorhanden ist und entsorgt dieses ggfs.
Wir bitten euch, ab sofort auf Aussagen mit dem Begriff “klimaneutral”, “Klimaneutralität” bzw. “Kompensation über myClimate” zu unseren Produkten, unserer Manufaktur bzw. VAUDE als Unternehmen zu verzichten und sie in Werbemitteln, Anzeigen, Kundengesprächen etc. nicht mehr zu nutzen, um eine klare und einheitliche Kommunikation über unsere Klimastrategie sicherzustellen.
Die Papiertragetaschen mit „Trage weniger, erreiche mehr + klimaneutral“ können noch bis Ende 2024 verwendet werden.
Der Begriff “klimaneutral” ist zunehmend umstritten und kann irreführend sein, vor allem wenn er werblich genutzt wird. Es kann z. B. der Eindruck entstehen, dass bei der Herstellung eines “klimaneutralen Produktes” oder bei einem “klimaneutralen Versand” keine negativen Auswirkungen auf das Klima entstanden sind.
Durch die Möglichkeit der Kompensation besteht die Gefahr, dass Emissionen “nur” durch Ausgleichszahlungen in Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden – ohne Bemühungen, die Emissionen bei der Herstellung zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Das hat ein schlechtes Licht auf das Werben mit klimaneutral-Aussagen geworfen, weil von manchen Unternehmen Greenwashing betrieben wurde. Wir haben in unserer Kommunikation zur Klimaneutralität immer nachvollziehbar und transparent dargelegt, wie wir zu dieser Aussage kommen und damit den gesetzlichen Regelungen exakt entsprochen.
Die rechtlichen Grundlagen, nach denen die Klimakompensation auf Klimabilanzen von Unternehmen angerechnet werden kann, haben sich zudem geändert. Demnach ist es künftig nicht mehr möglich, dass wir unsere nicht vermeidbaren Emissionen über Projekte in Vietnam kompensieren, um mit der Aussage “klimaneutral” zu werben.
Kompensation als Zwischenlösung
Die Klimakompensation war für uns bei VAUDE immer als eine Brücke für den Zeitraum gedacht, in dem wir noch keine ausreichenden Einflussmöglichkeiten auf die Reduzierung von Emissionen in unseren Lieferketten hatten. So konnten wir über Geldzahlungen in hochwertige Gold Standard-Klimaschutzprojekte (myClimate) trotzdem schnell einen sinnvollen globalen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Inzwischen arbeiten wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern innerhalb der Lieferkette intensiv in Projekten wie z. B. dem EOG Carbon Reduction Projekt, um unsere Klimaziele durch Maßnahmen zur Emissionsreduzierung voranzutreiben. Hier setzen wir unsere Prioritäten und konzentrieren unsere Ressourcen nun voll darauf, wo wir am meisten Wirkung erzielen können.
Klimabilanz 2023: Erfolgreiche Emissionsreduktion trotz Umsatzwachstum
In unserer Klimabilanz 2023 beweisen wir eindrücklich, dass eine Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen gemäß dem Pariser Klimaabkommen möglich ist. Wir konnten unsere weltweiten Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2023 im Vergleich zum Basisjahr 2019 um 30 Prozent senken, während der Unternehmensumsatz im gleichen Zeitraum um 32 Prozent stieg. Damit zeigen wir, dass es möglich ist, den Ressourcenverbrauch vom Unternehmenswachstum zu entkoppeln und den Ausstoß der Emissionen im Einklang mit wissenschaftsbasierten Klimazielen zu senken.
